Anna Stephan

Product Owner und UX Designerin bei +Pluswerk

Die grundlegende Idee hinter der „World-Café“-Methode ist es Workshop-Teilnehmer miteinander ins Gespräch zu bringen und in kleineren Gruppen effektiv Fragestellungen oder Probleme im intensiven Austausch diskutieren und reflektieren zu können. Die gewählten Fragestellungen sind immer zielgruppenspezifisch und gleichsam abhängig von der Bedeutsamkeit für die Workshop-Teilnehmer sowie von deren Interessen. Konzeptionell wird eine Ähnlichkeit mit alltäglichen Gesprächen wie man sie in einem Straßen-Café führt angestrebt. Abschließend wird eine Abschlussdiskussion im Plenum geführt, bei der die Ergebnisse von den Workshop-Teilnehmern präsentiert werden. Die „World-Café“-Methode macht es für die Teilnehmer einfach, sich schnell und ohne Berührungsängste zu treffen, sich kennenzulernen und sich austauschen zu können.

World-Café

Ablauf: Ein World-Café beginnt mit einer Begrüßung und Erläuterungen zum genauen Ablauf und zur Funktion der Gastgeber. Gastgeber sind die fixen Moderatoren bzw. Gesprächsrundenleiter an den jeweiligen Tischen (Kernteam Agentur und Kunde). In konsekutiven Gesprächsrunden von 15-20 Minuten sollen gleichzeitig an mehreren Tischen ausgewählte Frage- oder Problemstellungen besprochen werden. Die Workshop-Teilnehmer schreiben, zeichnen und kritzeln in jeder Runde das nach ihrer Meinung Wichtigste auf das Papier. Nach jeder Gesprächsrunde ziehen die Teilnehmer an den nächsten Tisch. Die Gastgeber bleiben an ihrem festen Tisch, begrüßen die Gesprächsrunde neuer Teilnehmer, fassen das bisher Besprochene zusammen und bringen die Diskussion in ihrer Rolle als Moderator erneut in Gang.

Bei der Planung eines World-Cafés sind folgende Fragen wichtig:

  • Was ist das Ziel des Workshops?
  • Was ist das Kernthema?
  • Welche Fragestellungen sollen diskutiert werden?
  • Wer nimmt teil?
  • Sollten die Teilnehmer vorab Gruppen zugeteilt werden und wenn ja, nach welchen Kriterien?

Richtig gewählte Fragen sind der Dreh- und Angelpunkt des World-Cafés. Eine spannende Formulierung der Fragestellungen soll die Teilnehmer neugierig machen und das Gespräch anregen. Gleichsam müssen die Fragen eingängig und verständlich sein. Voraussetzende Bedingung für einen erfolgreichen Workshop ist insgesamt eine freundliche, klare und offene Atmosphäre an den Tischen, damit sich alle Teilnehmer in die aufeinanderfolgenden Gespräche einbringen.

 

Ein World-Café ist praktikabel in Stakeholder-Gruppen von 15-200 Personen.

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