Die PET- und Kunststoffverpackungsindustrie steht unter wachsendem Druck. Nachhaltigkeitsanforderungen, regulatorische Vorgaben und steigende Produktvielfalt verändern die Anforderungen an Hersteller grundlegend. Themen wie Recyclingquoten, Materialherkunft, CO₂-Fußabdruck, ESG-Reporting oder digitale Produktpässe sind längst Teil des operativen Geschäfts geworden.

Mit diesen Anforderungen entsteht eine ganz neue Herausforderung: Die Frage nach der Kontrolle über die eigenen Daten.

In vielen Unternehmen sind die relevanten Produkt-, Material- und Nachhaltigkeitsinformationen zwar vorhanden – sie liegen jedoch verteilt in unterschiedlichen Systemen, Abteilungen und Datenstrukturen. ERP-Systeme, Excel-Listen, spezialisierte Anwendungen und Dokumentenablagen existieren nebeneinander, ohne eine gemeinsame Logik.

Gerade in der PET-Industrie ist eine lückenlose Datenkontrolle die Voraussetzung für Handlungsfähigkeit. Die zahlreichen Anforderungen an die digitale Informationsbereitstellung können nur dann effizient erfüllt werden, wenn Produkt- und Materialdaten strukturiert, verknüpft und jederzeit verfügbar sind.

Was dabei fehlt, ist nicht der Zugriff auf Daten, sondern die Kontrolle über ihre Struktur, Verknüpfung und Nutzung.

Ein Beispiel: Ihr wichtigster Kunde fordert kurzfristig einen Nachweis über den Recyclinganteil eines bestimmten Produkts an, der die Materialherkunft, den CO₂-Fußabdruck und gültige Zertifikate umfasst. In vielen Firmen müssen die erforderlichen Daten mühsam von mehreren Personen aus diversen Systemen zusammengetragen werden.

Unternehmen, die über kontrollierte und strukturierte Produktdaten verfügen, können diesen Nachweis direkt aus ihrem System heraus generieren – konsistent, prüfbar und in kurzer Zeit. Und das ist der Unterschied zwischen einer anlassbezogenen Arbeitsweise und einem strategischen, proaktiven Datenmanagement. 

 

Große Menge gelb-grüner Kunststoffverschlüsse in einer industriellen Produktionsanlage für PET-Verpackungen, unsortiert in einem Metallbehälter.
Was in der Produktion funktioniert, wird bei Daten schnell zum Problem: Ohne Struktur bleibt Menge nur Menge.

Sehen wir uns auf der Messe?

PETnology Logo – Netzwerk und Plattform für die PET- und Kunststoffverpackungsindustrie

Das +Pluswerk wird gemeinsam mit Pimcore vor Ort auf der PETnology Conference am 10. und 11. Juni 2026 in der Schweiz sein. 

Am Mittwoch, 10. Juni sprechen Mike Streibl (Digital Transformator +Pluswerk) und Patrick Redtenbacher (Sales Executive Pimcore) ab 15:40 Uhr über das Thema „You optimize your production – but not your data“.

Vereinbaren Sie gerne einen persönlichen Termin mit uns, wir freuen uns auf Sie!

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Für mehr echte Datenhoheit

In vielen Unternehmen gilt die Datenverfügbarkeit bereits als Erfolg. Die Systeme sind angebunden, Informationen lassen sich abrufen und Berichte können erstellt werden. Doch genau hier beginnt oft ein Missverständnis: Zugriff auf Daten bedeutet nicht automatisch, dass ein Unternehmen auch die Kontrolle über sie hat.

Zugriff bedeutet lediglich, Daten sehen und nutzen zu können. Kontrolle bedeutet hingegen, ihre Struktur, ihre Verknüpfung und ihre Verwendung aktiv gestalten zu können. Erst wenn Unternehmen ihre Datenmodelle selbst definieren, Verantwortlichkeiten klar zuweisen und Informationen systemübergreifend konsistent halten, entsteht echte Datenhoheit.

Echte Daten-Kontrolle zeigt sich in mehreren Dimensionen: 

  • in der Transparenz über den gesamten Produktlebenszyklus,
  • in der Fähigkeit, Datenmodelle flexibel anzupassen,
  • sowie in der Integration von Informationen über Systemgrenzen hinweg. 

Nur wenn all diese Faktoren zusammenspielen, lassen sich Produkt-, Material- und Nachhaltigkeitsdaten zuverlässig steuern und weiterentwickeln. Digitale Souveränität entsteht somit nicht durch den Zugriff auf Daten, sondern durch die Fähigkeit, diese als aktives Steuerungsinstrument im Unternehmen zu nutzen.

Souveränität = Architektur + Plattform

Digitale Souveränität entsteht nicht durch einzelne Systeme, sondern durch das Zusammenspiel von Datenarchitektur und Plattform. Viele Unternehmen versuchen, Datenprobleme durch zusätzliche Tools zu lösen. Doch ohne eine klare strukturelle Grundlage bleibt jedes System nur ein weiterer Baustein in einer fragmentierten Landschaft.

Erst wenn Datenmodelle, Integrationen und Verantwortlichkeiten zusammen gedacht werden, entsteht eine Umgebung, in der Daten nicht nur verfügbar, sondern aktiv steuerbar sind. Genau hier entscheidet sich, ob Unternehmen ihre Daten beherrschen oder von ihren Systemen abhängig bleiben.

Abstrakte Darstellung einer digitalen Plattform mit verschiedenen Modulen, Diagrammen und Schnittstellen, die miteinander verbunden sind und Datenintegration sowie Steuerung visualisieren
Nicht einzelne Tools schaffen Kontrolle, sondern ihr Zusammenspiel: Erst Architektur und Plattform machen Daten wirklich beherrschbar.
🔐 Kontrolle statt Abhängigkeit
Unternehmen können selbst bestimmen, wie ihre Produktdaten strukturiert, gepflegt und genutzt werden – und das unabhängig von einzelnen Systemen oder proprietären Plattformen.
🔄 Handlungsfähigkeit in Echtzeit
Die Daten stehen konsistent und verknüpft zur Verfügung. Dadurch lassen sich Anforderungen wie Audits, ESG-Reporting oder Kundenanfragen schnell, sicher und ohne manuelle Abstimmung erfüllen.
🌍 Zukunftssichere Datenbasis
Neue regulatorische Vorgaben, Märkte oder Geschäftsmodelle lassen sich flexibel abbilden, ohne bestehende Datenstrukturen neu aufbauen zu müssen.

ESG, Produktpässe und Datenhoheit: Souveränität wird zur Pflicht

Digitale Souveränität entsteht nicht durch einzelne Systeme, sondern durch das Zusammenspiel von Datenarchitektur und Plattform. Erst wenn Daten strukturiert modelliert, systemübergreifend integriert und flexibel erweiterbar sind, können Unternehmen ihre Informationen aktiv steuern, statt nur auf sie zu reagieren.

Plattformen spielen dabei eine entscheidende Rolle, da sie die technische Grundlage schaffen, um Daten zentral zu organisieren, konsistent zu halten und in unterschiedlichen Kontexten nutzbar zu machen. Entscheidend ist jedoch nicht die Plattform allein, sondern die Art und Weise, wie Daten darauf strukturiert und miteinander verknüpft werden.

Genau hier setzen moderne Lösungen wie Pimcore an. Sie ermöglichen es, Produkt-, Material- und Nachhaltigkeitsdaten in einer integrierten Umgebung zusammenzuführen und entlang realer Prozesse zu modellieren – offen, skalierbar und anpassbar an individuelle Anforderungen.

Sprechen wir darüber auf der PETnology

Die Herausforderungen rund um Produktdaten, Variantenmanagement und digitale Souveränität beschäftigen aktuell viele Unternehmen der PET-Industrie. Auf der PETnology Conference am 10. und 11. Juni 2026 in der Schweiz möchten wir diese Themen gemeinsam mit Ihnen diskutieren.

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